Service

Feuerpolizeiliche Überprüfung

Intervallmäßig werden seitens der Marktgemeinde feuerpolizeiliche Überprüfungen gemäß dem Oö. Feuer- und Gefahrenpolizeigesetz durchgeführt. Zu diesen Überprüfungen werden Sachverständige der Brandverhütungsstelle Oberösterreich hinzugezogen.

In diesem Zuge wird festgestellt, ob
•    sich das Gebäude in einem brandsicheren Zustand befindet und entsprechend
seiner Bewilligung
genutzt wird,
•    Bauschäden, elektrische Anlagen oder Betriebsmittel vorhanden sind, von denen eine Brandgefahr ausgeht,
•    Feuerungsanlagen, einschließlich der Rauch- und Abgasführung ins Freie (Rauchfang) so genutzt werden, dass von ihnen keine Brandgefahr ausgeht,
•    sonstige Mängel vorliegen, die Einfluss auf die Sicherheit der im Gebäude befindlichen Personen haben,
•    eine Brandbekämpfung möglich ist und funktionstüchtige Geräte dafür (z. B.
Feuerlöscher, Rauchwarnmelder) vorhanden sind,
•    Wartungen und Überprüfungen durchgeführt werden (bitte halten Sie dazu die Überprüfungsprotokolle bereit, z.B. Wartung Feuerungsanlagen, Blitzschutzüberprüfungsprotokoll, G10-Überprüfung bei Erdgasanschluss).

Anbei geben wir Ihnen Tipps, wie Sie die Brandsicherheit Ihres Objektes selbst verbessern können:

TRAGBARER FEUERLÖSCHER
In jedem Gebäude muss zumindest ein tragbarer Feuerlöscher als Erste Löschhilfe vorhanden sein. Dieses Löschgerät ist an einer leicht erreichbaren Stelle zu montieren und zumindest alle 2 Jahre von einem Sachkundigen auf Funktionsfähigkeit überprüfen zu lassen. Machen Sie sich selbst mit dem Umgang Ihres Feuerlöschers vertraut.

ELEKTRISCHE ANLAGEN UND BETRIEBSMITTEL
Haben Sie defekte Fernsehgeräte, Radios oder ist das Kabel Ihres Bügeleisens beschädigt, sorgen Sie bitte für eine fachgerechte Reparatur oder Entsorgung.
Elektroheizgeräte von Brennbarem freihalten, nicht abdecken und standsicher aufstellen oder montieren.

RAUCHFÄNGE
Überprüfen Sie den Bauzustand Ihrer Rauch- bzw. Abgasfänge, ergänzen Sie fehlenden Verputz und entfernen Sie brennbare Materialien von Rauchfangmauerwerk. Ersetzen bzw. reparieren Sie beschädigte Putz- und Kehrtürchen. Verschließen Sie offene Anschlussstellen durch Vermauern oder Blechkapseln dicht.

FEUERSTÄTTEN (ÖFEN, HERDE)
Achten Sie auf ausreichenden Abstand zu Einrichtungsgegenständen und brennbaren Lagerungen. Unter und vor den Feuerstätten sind nicht brennbare Fußbodenbeläge (z. B. Bleche, Fliesen udgl.) erforderlich.
Automatische Heizungen (Hackgut- oder Pelletsheizungen) sind in brandbeständigen Heizräumen mit Brandschutztüren aufzustellen und die Sicherheitseinrichtungen zumindest jährlich zu überprüfen.
Die Asche aus Feuerstätten ist bis zur gefahrlosen Beseitigung in nichtbrennbaren Behältern mit Deckeln zu verwalten.

BLITZSCHUTZANLAGE
Ist Ihr Gebäude mit einer Blitzschutzanlage ausgestattet, stellt eine regelmäßige Überprüfung durch einen Fachmann sicher, dass sie Blitzschläge gefahrlos ableitet.
Überprüfungsprotokolle aufbewahren!

Fernsehantennen am Dach Ihres Gebäudes sind zu erden.

FEUERGEFÄHRLICHE FLÜSSIGKEITEN
Bewahren Sie brennbare Flüssigkeiten nicht in der Nähe von Feuerstätten auf, ihre Dämpfe könnten sich entzünden (Brand- und Explosionsgefahr). Motorrasenmäher – mit Treibstoff im Tank – dürfen nicht im Heizraum überwintern. Größere Mengen brennbarer Flüssigkeiten – wie der Heizöltank – sind in einem brandbeständigen Lagerraum aufzubewahren. Die Behälter müssen in Auffangwannen stehen oder doppelwandig ausgeführt sein.


Zusätzliche Tipps für Wohnhausanlagen bzw. für Gebäude mit mehr als 3 Wohnungen:


FLUCHTWEGE FREIHALTEN
Stiegenhäuser und Gänge sind Fluchtwege und daher von jeglichen Gegenständen freizuhalten. Zusätzlich dienen sie auch als Angriffswege für die Einsatzkräfte der Feuerwehr, Rettung und Polizei.

ZUFAHRTS- UND ANGRIFFSWEGE FÜR DIE EINSATZKRÄFTE
Alle Zufahrtsstraßen, insbesondere Kreuzungsbereiche und Kurven, und Aufschließungswege außerhalb und innerhalb eines Gebäudes sind im Notfall auch Angriffswege für die Einsatzkräfte (Feuerwehr, Polizei, Rettung). Bitte beachten Sie diesen Umstand bei der Abstellung Ihres Kraftfahrzeuges.
Speziell die als „Feuerwehrzufahrt“ gekennzeichneten Flächen sind unbedingt jederzeit freizuhalten.

GARAGEN dürfen grundsätzlich nur zum Abstellen von KFZ verwendet werden.

FAHRRÄDER, KINDERWAGEN UND HAUSRAT aller Art dürfen außerhalb der Wohnung nur in den dafür vorgesehen Räumen oder Kellerabteilen abgestellt werden.
Im nicht ausgebauten Dachboden darf grundsätzlich kein brennbares Material gelagert werden.

AUFZÜGE im Brandfall nicht benutzen!

Haben Sie noch Fragen zum Brandschutz?
Unter 0732 76 17-250 (Mo/Mi/Fr) hilft Ihnen gerne die Brandverhütungsstelle für Oberösterreich weiter.