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Baufreistellung

Bauvorhaben, welche eigentlich baubewilligungspflichtig gemäß § 24 Oö. BauO 1994 sind, können unter bestimmten Voraussetzungen mittels Baufreistellung gemäß § 24 a Oö. BauO 1994 abgewickelt werden:

Für nachstehende Bauvorhaben kann ein Baufreistellungsverfahren vorgenommen werden:


1)    bei Neu-, Zu- oder Umbau von Wohngebäuden, ausgenommen Gebäude mit einem Fluchtniveau von mehr als 22 Meter, einschließlich der zugehörigen Stellplätze für Kraftfahrzeuge sowie der allenfalls vorgeschriebenen Neben- und Gemeinschaftsanlagen;

2)    bei Neu-, Zu- oder Umbau von Betriebsgebäuden - einschließlich von solchen der Land- und Forstwirtschaft - sowie die Errichtung oder wesentliche (umbaugleiche) Änderung von freistehenden oder angebauten Schutzdächern unter folgenden Voraussetzungen:
•    die bebaute Fläche darf einschließlich des Bestands höchstens 600 m² betragen;
•    die Gesamthöhe darf 9 Meter nicht überschreiten;
•    die baulichen Anlagen dürfen nicht zur Haltung von Tieren genutzt werden;


3)    bei Neu-, Zu- oder Umbau von Nebengebäuden:


Voraussetzungen dafür sind, dass:

•    die Nachbarn durch ihre Unterschrift auf dem Bauplan erklärt haben, gegen das Bauvorhaben keine Einwendungen zu erheben
•    und die Übereinstimmung des Bauvorhabens mit allen baurechtlichen Vorschriften sowie einem allfälligen Bebauungsplan von einer befugten Planverfasserin oder einem befugten Planverfasser schriftlich bestätigt wurde (Planverfasserbestätigung).


Mindestanforderungen an Unterlagen:

•    Ansuchen um Baufreistellung gemäß § 24a Oö. BauO 1994 (Rubrik Formulare)
•    Einreichplan in 2-facher Ausfertigung
•    Baubeschreibung inkl. AGWR-Datenblatt in 2-facher Ausfertigung
•    Energieausweis (wenn erforderlich)
•    Grundbuchsauszug (wenn vorhanden)

Vor der Planung wäre es empfehlenswert, einen Termin in der Bauabteilung zu vereinbaren, um vorab die rechtlichen Grundlagen klären zu können.